Düsseldorfer Elektrohandwerk feiert neue Fachkräfte: „Nicht jammern, sondern machen“
Mit einer feierlichen Lossprechung hat das Düsseldorfer Elektrohandwerk 69 neue Gesellinnen und Gesellen willkommen geheißen. In besonderer Atmosphäre im Düsseldorfer Stahlwerk wurden die frisch ausgebildeten Fachkräfte offiziell in den Berufsstand aufgenommen – ein bedeutender Schritt nach dreieinhalb Jahren Ausbildung.
Zahlreiche Vertreter aus Politik, Handwerk und Wirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Stadtdirektor Burkhard Hintzsche, Wirtschaftsdezernent Christian Zaum, Bürgermeister Josef Hinkel und Thomas Jarzombek dem parlamentarischem Staatssekretär beim Bundeminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Auch die Handwerksorganisationen waren prominent vertreten, etwa durch Andreas Ehlert und Stadtwerkechef Julien Mounier.
„Ihr seid jetzt im Herzstück des Handwerks angekommen“
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Absolventinnen und Absolventen. Ihnen galt der ausdrückliche Glückwunsch der Innung: „Ihr seid jetzt endlich fertige Facharbeiterinnen und Facharbeiter – und damit im Herzstück des deutschen Handwerks angekommen.“
Die Lossprechung markiert nicht nur das Ende der Ausbildung, sondern auch den Beginn einer neuen Verantwortung. Die jungen Fachkräfte übernehmen künftig eigenständig Projekte, leiten Auszubildende an und tragen aktiv zur Energiewende und zum Klimaschutz bei.
Klare Botschaft: Verantwortung übernehmen und ins Handeln kommen
In seiner Rede setzte der Obermeister der Innung Kai Hofmann einen deutlichen Impuls: Statt zu klagen, brauche es mehr Tatkraft. „Wir sind das Land der Denker und Techniker – jetzt müssen wir auch ins Machen kommen.“
Er betonte die Bedeutung von Verlässlichkeit, Eigeninitiative und respektvollem Umgang im Berufsalltag. Gerade vermeintlich kleine Faktoren wie Pünktlichkeit, Freundlichkeit und sauberes Arbeiten beim Kunden entschieden oft über den Erfolg.
Zugleich ermutigte er die neuen Gesellen, Verantwortung zu übernehmen und Fehler als Teil des Lernprozesses zu begreifen: „Visionen ohne Taten sind Träume – und Träume ohne Taten sind verlorene Zeit.“
Perspektiven im Handwerk: Vom Gesellen zum Meister
Das Elektrohandwerk bietet klare Entwicklungsmöglichkeiten: Weiterbildung, Meisterprüfung und perspektivisch die Übernahme eines eigenen Betriebs. Diese Laufbahn wurde den Absolventinnen und Absolventen ausdrücklich ans Herz gelegt.
„Euer Wachstum hat jetzt erst begonnen“, hieß es in der Rede. „Bleibt Teil unserer starken Gemeinschaft im Handwerk.“
Gemeinschaft, Heimat und Zukunft
Neben fachlichen Perspektiven wurde auch die Bedeutung von Zusammenhalt und gesellschaftlicher Verantwortung hervorgehoben. Heimatverbundenheit, Engagement für die Region und ein bewusster Umgang mit Ressourcen seien zentrale Werte, die das Handwerk prägen.
Die Veranstaltung machte deutlich: Das Elektrohandwerk versteht sich nicht nur als Wirtschaftsfaktor, sondern auch als gestaltende Kraft für die Zukunft – lokal wie global.
Feierlicher Abschluss und Ausblick
Nach der offiziellen Ansprache folgte die Übergabe der Gesellenbriefe durch die Ehrengäste. Trotz enger Terminpläne ließen es sich die Vertreter der Stadt nicht nehmen, persönlich zu gratulieren.
Mit einem klaren Appell endete der offizielle Teil der Veranstaltung: zusammenstehen, Verantwortung übernehmen und aktiv die Zukunft gestalten. Oder, wie es in der Rede durch Kai Hofmann auf den Punkt gebracht wurde: „Nicht labern und jammern – sondern machen.“ Apropos machen: Die fast 400 Gäste feierten bis zum nächsten Morgen ausgelassen in der schönen Düsseldorfer Location Stahlwerk.

